Challenge Kraichgau Rennbericht

Challenge Kraichgau – Road Trip!!!

Für alle die keine Zeit haben:  Hier die Kurzversion: GEIL WARS!

Für alle anderen: Ab hier die ausführliche Variante!

Schon früh im letzten Jahr stand fest – 2011 sind wir wieder dabei bei der Challenge Kraichgau! Für uns Südbadener zwar eigentlich schon Norddeutschland, aber immerhin doch Heimat! Was wir natürlich wieder verbaselt hatten war die Unterkunft und so sind wir spontan in den Genuss eines Road Trips gekommen!

Schnell noch ein Wohnmobil im Verein geliehen und ab dafür! Mit an Bord Caro und Andre Stuebs – von nun an offiziell als ‘Der Fast-Voll-Profi’ bekannt – der kurzerhand entschieden hatte zu starten da sein Rennen in Japan aus bekannten Gründen ausgefallen ist.

Gut gerüstet, bestens trainiert Dank Susa und dem PET und ein wenig ausgedörrt dank der stehenden Luft im Wohnmobil ging es nach 2 lustigen Nächten im Camper an den Start. Der Fakt, dass am Nachmittag vor dem Rennen erst die Schaltung gesponnen hat und den Mechaniker vor eine echte Herausforderung gestellt hat und ich dann auch noch einen Spontantrip ins Krankenhaus antrat, da Caro sich erfolglos, aber doch vehement versucht hatte den Finger zu spalten, haben nicht gerade geholfen, wurden aber sofort wieder von den anderen als Entschuldigung für einen möglichen Misserfolg am nächsten Tag abgelehnt. ( Schweinepriester!!!)

Die Ansage für das Rennen war ganz klar – zufällig war ich in der ersten Startgruppe 15 Minuten vor Lutz und der ca 50 Mann und Frau starken Resthorde der Hamburger Triabolos und ganz zufällig musste ich aufgrund einer etwas zu großen Klappe auch noch in pinken Kompressionssocken mit Strassbestickung starten, was Lutz spontan dazu veranlasst hat das Rennen unter das Motto ‘Jag den rosa Hasen’ zu stellen!

Pünktlich um 8:57 meiner Zeit gabs nen Riesenknall und als um mich herum der Whirlpool im Wasser losging dämmerte es mir auch. Das muss wohl der Startschuss gewesen sein. Dabei war ich doch gerade noch damit beschäftigt mit geschlossenen Augen im Wasser zu stehen und die Stimmung dank Hell’s Bells aus den Boxen zu geniessen. Während man sich vorne darin mass wer wem stärker vor die Schwimmbrille treten kann habe ich meine dann doch auch schnell mal angezogen und ab dafür. Schön links einreihen, da ist mit dem Nahkampf nicht ganz so ernst und immer schön drauf konzentrieren den Sink-Hintern aus dem Wasserstrom zu halten. Dachte ich mir! Aber nein: Plötzlich auch um mich rum wüste Schlägereien! ”Ja bin ich denn besoffen” gings mir durch den Kopf – alles schwimmt nach links nur ich augenscheinlich nacht rechts. Na gut, einfach mal 10 Watt mehr auf den linken Arm, Kurs aufnehmen und wieder weg von der Masse. Später habe ich dann erfahren, dass meine nicht ganz so herausragenden 37 Minuten Schwimmzeit nicht nur daran lagen, dass ich einfach nichts in den Armen habe, sondern dass die ganze Gruppe einen Riesenbogen nach Links geschwommen ist. Also kann ich mit dem guten Glauben leben, dass ich in 37 Minuten nicht 1.9 sondern 2.1 Kilometer geschwommen bin und dann passt es wieder. Beweist mir doch was anderes 🙂

Der Wechsel war entspannt und auf dem Rad hat’s dann auch gleich Spass gemacht. Locker angehen, schnellere 2. Hälfte war der Plan und immer lecker Gel tanken! Mit Dauergrinsen auf dem Gesicht gings in die ersten Hügel und ich musste feststellen – Mistekiste – das sind ja gar keine Hügel mehr, waren es doch aber früher und dann kam mir die Erleuchtung. Ich werde zum Fischkopp! 2.5 Jahre Hamburg und bergan geht nichts mehr aus heisser Luft und Zwiebackstaub! Egal, einfach weiter grinsen – Hauptsache Spass. Bei ca Kilometer 60 bin ich dann mit rasanten 18km/h am Ende eines Hügels am stehenden Norman Stadler förmlich vorbeigeflogen und in dem Moment war mir klar: Till 1 – Stadler 0 im internen Duell von dem Norman nichts weiss, aber auch egal! 🙂 (Später musste ich feststellen, dass er nicht aus Angst vor meinem enormen Raddruck oder meiner schier übermenschlichen 1:51 auf der Laufstrecke ausgestiegen ist, sondern das ein platter Reifen dran schuld war. Egal – vernascht!!)

In der Wechselzone 2 habe ich dann festellen müssen: Momentle mal, hier findet wohl ein Rennen statt! Da haben die Freiwilligen einen Druck gemacht und mittendrin ich: Erstmal Zehensocken anziehen. Soviel Zeit muss sein. Bei Kilometer 1 auf der Laufstrecke war das Rennen für mich dann mental gelaufen. Dicke Krämpfe über beiden Knien, nicht einmal gehen konnte ich mehr und eierte nun im Kurpark rum. Was tun? Klare Sache. 1. Anhalten, 2. Beine massieren, 3. zur nächsten Verpflegungsstelle humpeln, 4. schön was trinken und 5. dann einfach zurück zur Wechslezone spazieren und meinem Bruder beim finishen zuschauen, während ich Car einen dieser leckeren Schweiss-Gel-Sabber-Küsse aufdrücke. Gesagt getan: 1. Angehalten, 2. massiert, 3. MIST – Krämpfe weg. Arg, mein ganzer Plan im Eimer. Wer jetzt aber glaubt Caro ist dem liebevollen Schleimkuss entgangen: Nix da, die habe ich mir unterwegs gekrallt. Ich war wieder im Rennen und habe zu meinem großen Entsetzen genau das getan was der Coach wollte – progressive Runden gelaufen, von Kilometer zu Kilometer schneller geworden und am Ende sogar noch in Bestzeit gefinished! Nicht zuletzt Dank Ingo der am Strassenrand stand und gute Ratschläge parat hatte wie: Trink Cola, das hilft mit den Krämpfen und irgendwas in meinem Hirn hat sich gedacht: Der Ingo, der weiss was er sagt. Der hat ja geschätzte 4x soviel Lebenserfahrung wie ich. Also habe ich die nächsten 18 Kilometer nur noch Cola gesoffen! Ingo, danke Dir!

Tausend Dank auch an all die Freiwilligen, die Organisatoren und all die Zuschauer! Der Kraichgau war mal wieder eine geile Reise von der wir noch ne Weile erzählen werden ! Bis ins nächste Jahr wenn es wieder Ende Mai heisst: ”Ach Scheisse, hätte ich mein Zimmer früher buchen sollen?”

Rock on!

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